Marpissa (Hyctia) nivoyi (♂,♀) (LUCAS, 1846)

MALE

PS dorsal braun mit schwarzem Rand und enganliegender hell orangebrauner Behaarung. Kopfplatte glänzend gekörnt dunkelbraun, Augenumrandungen schwarz, Bereiche zwischen den Augen ebenso wie vorderer Flankenbereich weiß behaart. Hinter den HLA verlängerte H-förmige weiß behaarte Zeichnung, die an den retrolateralen Kanten entlang nach hinten zieht. CL mit wenigen hellen Borsten, GAB weiß, lateral hell orangebraun. CH, MX, LA und ST dunkelbraun mit orangefarbener Punktierung. OS dorsal dunkelbraun mit breiter beigefarbener Medianbande und mehreren unterbrochenen Horizontalstreifen, median dunkelbraune Längsbande, die im hinteren Drittel mehrfach unterbrochen ist. Hinterleib ventral braun, im mittleren Drittel median beige, SP dunkelbraun. BP I braun bis dunkelbraun mit hellgelbem TA; BP II und vor allem BP III & IV mit kontrastreich hellbeige-dunkelbrauner Flecken- und Ringelzeichnung. Bestachelung: FE: 4,4,5,5; PA: 1,0,0,0; TI: 8,5,1,2; MT: 4,4,2,1. Maße (n = 2): PL: 1,7-2,2; PB: 1,1-1,3; OL: 1,9-2,4; OB: 0,9-1; AR 1: 1-1,15; AR 3: 0,95-1,1; OKL: 0,7-1. Verhältnisse: PL : PB = 1,63 : 1; AR 1 : AR 3 = 1,05 : 1.

Carapace: Heightrelative low. Lengthlonger than wide. Chelicera: Base furrow teeth number retromarginalunidentat. Eyes: Number eye rowsthree. AERdorsal edge procurve. AMEtouch each other. ALEtouching AME. PLEPLE = ALE. Labium: Lengthlonger than wide. Sternum: Length : width ratio< 2 : 1. Anterior bordernarrower than Labium . Tegulum: Apophysesmedian apophysis. General shaperounded. elongated. Embolus: Shapeshort chisel-like. Legs: Leg formula1-4-2-3. Tarsus Itarsal claws without teeth. Spination pattern: Metatarsus III1 spine row. Metatarsus IV1 Spine row. Distribution: Geographical DistributionEurope. Afrika. Eastern Europe & Asia.

FEMALE

PS wie beim m, CL aber lang abstehend weiß behaart. ST und Mundgliedmaßen heller als beim m. OS dorsal beigefarben mit variabler dunkelbrauner in Längsreihen angeordneter Fleckenzeichnung, ventral braun-beige gestreift, kurz vor den SP drei im Dreieck angeordnete orange gerandete weiße Horizontalflecken, SP hellbraun. BP I rotbraun mit hellem TA und MT, restliche Beine vollständig hellgelb oder mit variabler dunkelbrauner Flecken- oder Ringelzeichnung. TS gelb, basal braun gefleckt. Bestachelung: FE: 5,4,4,3; PA: 1,0,0,0; TI: 9,3,0,1; MT: 4,4,1,1. Maße (n = 2) PL: 2,0-2,4; PB: 1,25-1,4; OL: 2,7- 3,6 ; OB: 1,3-1,8; AR 1: 1,1-1,28; AR 3: 1,08-1,22; OKL: 1,0. Verhältnisse: PL : PB = 1,66 : 1; AR 1 : AR 3 = 1 : 1,03.

Body: Habitusnormal jumping spider-like. Carapace: Heightrelative low. Lengthlonger than wide. Chelicera: Base furrow teeth number retromarginalunidentat. Eyes: Number eye rowsthree. AERdorsal edge procurve. AMEtouch each other. ALEtouching AME. Labium: Lengthlonger than wide. Sternum: Length : width ratio< 2 : 1. Anterior bordernarrower than Labium . Legs: Leg formula1-4-2-3. Tarsus Itarsal claws without teeth. Spination pattern: Metatarsus III1 spine row. Metatarsus IV1 Spine row. Distribution: Geographical DistributionEurope. Afrika. Eastern Europe & Asia.

COMMENTS

Die Art wurde von Hyctia SIMON, 1876 aufgrund von Übereinstimmungen in morphologischen Merkmalen wie Genitalstruktur und Bestachelung zur Gattung Marpissa gestellt (HARM 1981). Angaben zur Biologie machen LOCKET et al. (1974) und BRISTOWE (1958), allgemein ist aber sehr wenig über diese Art bekannt. Die in METZNER 1999 vorliegenden ♀♀ stimmen bezüglich des Habitus mit der Beschreibung in der Revision von HARM (1981) überein, besitzen aber sehr variable Grubenrandsklerotisierungen und schlauchförmigen runde Samentaschen (ähnlich wie bei PRÓSZYŃSKI 1976), die nicht wie bei anderen Autoren (HARM 1981, PRÓSZYŃSKI 1991a, ROBERTS 1993) beschrieben, oval zusammengedrückt sind. Des weiteren erscheint die Beinfärbung der ff sehr variabel von rein hellgelb bis unterschiedlich stark gefleckt. LUCAS (1846) beschrieb die Art nach Material aus Algerien, was eine genaue Zuordnung aufgrund des Fehlens von Vergleichsmaterial aus diesem Gebiet nicht möglich macht. Bevorzugtes Habitat von M. nivoyi sind Schilfgürtel sandiger Küstenbereiche Europas, in Großbritannien Sumpfgebiete, in der Tschechischen Republik auch Steppen (HARM 1981).